Gegen Gewalt an Frauen - Für ein solidarisches Miteinander

Gegen Gewalt an Frauen – Für ein solidarisches Miteinander

161125_flyer-frontZuhause, auf der Arbeit, auf der Strasse, wo wir auch immer sind und uns bewegen sind wir mit Gewalt konfrontiert. Setzen wir der Gewalt ein Ende. Stehen wir ein für ein solidarisches Miteinander – am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, wie an jedem anderen Tag.

Weltweit steigt die Zahl der Gewaltakte gegenüber Frauen stetig an. Die politische, gesellschaftliche und kulturelle Situation der Frauen auf der ganzen Welt verschlechtert sich zunehmend und ist gekoppelt an das momentane Weltgeschehen: Kriege, die verstärkte Ausbeutung und Unterdrückung, der gesellschaftliche Rechtsruck und das Erstarken von religiösen Fundamentalisten prägen das aktuelle Bild und verschärfen dadurch auch die Situation der Frau weltweit.

Doch Gewalt an Frauen findet nicht nur in Kriegsgebieten statt. Auch in Deutschland sind Frauen auf verschiedene Art und Weise Gewalt ausgesetzt: Zwangsprostitution, sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, häusliche Gewalt, Zwangsheirat, weibliche Armut sind auch in Deutschland aktuelle Themen.
Dazu kommt der alltägliche Sexismus: Frauen werden als Objekt der sexuellen Begierde reduziert, angegrabscht oder blöd angemacht, ein Nein wird nicht akzeptiert und Frauen werden abgewertet.

Weltweit – gegen Gewalt an Frauen und für ein solidarisches  Miteinander

logofemUm dieser Gewalt ein Ende zu setzen schließen sich weltweit Frauen (und Männer) zusammen, um gegen die Unterdrückung der Frau zu kämpfen und diese ihre Entschlossenheit und ihr Selbstbewusstsein gegenüberzustellen.

  • In Polen wurde der Gesetzesvorschlag der den Schwangerschaftsabbruch unter Strafe stellen sollte durch eine starke Bewegung auf der Straße, die vor allem von Frauen getragen wurde, verhindert.
    Auf der ganzen Welt und auch in Deutschland wird der Kampf gegen Sexismus auf verschiedene Weisen geführt. Nicht zu letzt durch diesen Kampf und dem dadurch entstandenen Druck wurde z.B. das Sexualstrafrecht in Deutschland geändert – was natürlich längst nicht ausreichend ist.
  • In Rojava, einer selbstverwalteten Region im Norden Syriens, spielt die Befreiung der Frau, vor dem Hintergrund einer patriarchal geprägten Geschichte, eine zentrale Rolle. Frauen und Männer bauen eine gesellschaftliche Alternative auf, die auf Gleichberechtigung und Solidarität basiert und kämpfen Hand in Hand zur Verteidigung der befreiten Gebiete.
  • Das aktuelle Weltgeschehen, wie auch die Beispiele, zeigen auf, dass der Kampf gegen Gewalt an Frauen verbunden ist mit dem Kampf gegen Kriege, gegen einen gesellschaftlichen Rechtsruck, gegen religiösen Fundamentalismus und für eine solidarische Gesellschaft. Darüber hinaus zeigen sie unsere Stärke und unsere Möglichkeiten, wenn wir uns zusammenschließen.

Kämpfen wir gemeinsam gegen die Gewalt an Frauen auf der ganzen Welt und für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung!


Geschichte des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen

972Am 25. November 1960 wurden die drei Schwestern Mirabal vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik brutal ermordet. Monatelang waren sie gefoltert worden, weil sie Widerstand gegen den Diktator Truijillo geleistet hatten.

1981 riefen lateinamerikanische und karibische FrauenaktivistInnen diesen Tag zum Aktionstag gegen Gewalt an Frauen aus, der seitdem mit verschiedenen Aktivitäten begangen wird. 1999 griffen die Vereinten Nationen den Tag auf.


Termine

Freitag, 20. Januar 2016, 19 Uhr – Offener Anlaufpunkt des Frauenkollektivs Stuttgart
Kommt zum offenen Anlaufpunkt.

Auch am 08. März – dem Internationalen Frauenkampftag – werden wir auf die
Straße gehen. Achtet auf Ankündigungen.


Zusammen Kämpfen
für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung

www.zk-stuttgart.tk