Kapitalismus bedeutet Armut, Krieg, Krise, Ausbeutung…

160501_slide_2 Wenn wir uns die aktuellen Verhältnisse näher anschauen, dann ergibt sich ein düsteres Bild. Wir werfen im Folgenden einen Blick auf einige Schlaglichter der Verhältnisse.

Die imperialistischen Staaten führen Kriege …

…unter dem Deckmantel der „Demokratisierung“ oder anderer schneinheiliger Begründungen. Tatsächlich werden diese geführt um sich gestrategisch besser zu positionieren, Rohstoffe abzuschöpfen oder schlicht und einfach neue Absatzmärkte zu erschließen. Ein zerbombtes Land muss schließlich auch wieder aufgebaut werden.
Gerade Stuttgart spielt in den weltweit geführten Kriegen eine zentrale Rolle: In Stuttgart befinden sich die Militärbasen „EU-COM“, die US-amerikanische Kommandozentrale für Europa und den asiatischen Teil Russlands, sowie „AFRICOM“ für Afrika. EUCOM hat seit 1967 seinen Sitz in Stuttgart-Vaihingen und 72.000 SoldatInnen stehen unter dessen Kommando. Nicht zu vergessen, der Daimler Konzern, der über Unterfirmen und Sub-Unternehmen einer der größten weltweiten Akteure im Bereich der Waffenproduktion und des Waffenhandels ist.
Fluchtursachen bekämpfen
Durch die geführten Kriege der imperialistischen Staaten werden die Lebensgrundlage von abertausenden von Menschen vernichtet, die aus Perspektivlosigkeit aus ihrer Heimat flüchten müssen und den beschwerlichen Weg nach Europa auf sich nehmen. Hier werden sie dann mit dem Begriff der „Flüchtlingskrise“ willkommen geheißen, in Lager gepfercht und durch Gesetzesverschärfungen wird ein Bleiben für die meisten Geflüchteten immer weiter erschwert.
D.h. dass durch die von internationaler und deutscher Hand geschaffenen Kriege, aber auch durch die Ausbeutung von Rohstoffen und ganzer Länder, die Ursachen für die Flucht von Menschen geschaffen werden, die dann im Mittelmeer ertrinken bzw. ertränkt werden oder durch millionenschwere Deals mit Erdogan versucht werden aus Europa fern zu halten.

Kommen die Geflüchteten doch in Europa an hat das deutsche Kapital schon einen Plan für sie, in dem sie die das sogenannte „Humankapital“ so gut es geht mit Billiglöhnen ausbeuten wollen.
Dabei werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Es werden billige Arbeitskräfte genutzt, um damit den Profit zu erhöhen – ganz im Sinne des „Humankapitals“ – da die Geflüchteten in ihrer Notsituation gezwungen sind für jeden Lohn arbeiten zu gehen. Gleichzeitig wird dies auch für die Spaltung von uns und unserer Klasse genutzt, da eine Konkurrenzsituation um Arbeitsplätze und Niedriglöhne entsteht, die den gemeinsamen Feind verschleiert, und die Wut aufeinander lenkt.

Rechte Hetze

Doch damit nicht genug: Von rechten und rechtspopulistischen Parteien in ganz Europa wird das Thema aufgegriffen und versucht zu instrumentalisieren. Damit fahren sie große Erfolge ein. In der BRD drückt sich das auf parlamentarischer Ebene durch den Einzug der AfD in weitere Landtage und Ergebnissen bis zu 25% in Sachsen-Anhalt und 15% in Baden-Württemberg aus. Die rechte Hetze ist aber auch auf der Straße sichtbar: Mehr als 1000 Angriffe gegen Flüchtlingsunterkünfte im Jahr 2015 und die rechtspopulistische „Demo für alle“, die in regelmäßigen Abständen Tausende von Menschen mit ihrer Hetze in Stuttgart auf die Straße bringt, sind nur zwei Beispiele dafür.

Krieg – Krise – Widerstand

Dies sind nur wenige Schlaglichter der aktuellen Situation im Kapitalismus. Allen gemein ist das kapitalistische Bestreben den Profit.
Allgemein ist aber auch festzustellen, dass sich die ökonomische und mit ihr die politische Situation weltweit zuspitzt. Aktuell ist keine Lösungsstrategie der Herrschenden in Aussicht und es wird zunehmend repressiv und offensiv auf die Situation reagiert. Kurz gesagt: Es herrscht Krise.

Konkrete Auswirkungen der Krise gibt es zahlreiche und können hier nur fragmentarisch angerissen werden. Deutlich wird, dass in allem der Profit der treibende Faktor im Kapitalismus ist und die Bedürfnisse des Menschen, sowie der Mensch selbst dem Profit untergeordnet wird und dabei wortwörtlich über Leichen geht.

Für uns sind diese Verhältnisse nicht hinnehmbar. Für uns muss sich eine Gesellschaft an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und nicht am Profit Einzelner / Weniger. Mit dieser Perspektive, der Perspektive einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung haben wir uns auf den Weg gemacht und kämpfen dafür, denn von alleine wird sich diese Perspektive nicht erfüllen.
Aktuell gibt es nur wenige Beispiele an denen wir uns orientieren können: Rojava – als erkämpftes Gebiet im Norden Syriens – ist eines und das positivste davon. Dort wird die Gesellschaft von unten nach oben organisiert,demokratische Errungenschaften erprobt und in die Tat umgesetzt, und das unter Kriegszuständen.
Klar ist dabei, dass sich diese Perspektive nicht 1 zu 1 auf unsere Verhältnisse hier übertragen lassen.

Die revolutionäre Perspektive erkämpfen

Dadurch, dass sich die aktuellen Verhältnisse sich durch alle Lebensbereiche hindurchziehen – von den persönlichen Beziehungen über die Lohnarbeit bis hin zur Freizeitgestaltung heißt es, dass wir auch die einzelnen Themenbereiche zu bearbeiten haben und auch an uns selbst arbeiten müssen, um diese Verhältnisse überwinden zu können.
Jedoch nicht losgelöst voneinander, sondern verbunden mit der Perspektive einer revolutionären Umwälzung, der Perspektive einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung.
Dies kann unserer Meinung nach nur in einer Organisation geschehen, die die Kämpfe der Teilbereiche zusammenbringt und gleichzeitig diese Teilbereichskämpfe mit eben dieser Perspektive einer befreiten Gesellschaft führt.

Am 1. Mai tragen wir zusammen mit tausenden von anderen Menschen weltweit diese Perspektive auf die Straße und bündeln die vereinzelt geführten Kämpfe in der Losung für eine befreite Gesellschaft, für eine klassenlose Gesellschaft, für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung.

Daher lasst uns auch in diesem Jahr am 1. Mai und darüber hinaus gemeinsam auf die Straße gehen und unsere Perspektive sichtbar werden lassen.