Kapitalismus heißt … Sexismus und patriarchale Unterdrückung

kampfjedemantifeminismusÜbergriffe, Diskriminierung, Schönheitszwang, starre Rollenbilder, Abwertung und Antifeminismus – Frauenunterdrückung gibt es überall: In der Familie, unter Freunden, im Beruf, beim Hobby, in der politischen Arbeit.

Auch wenn viele es nicht glauben oder wahr haben wollen: Die Unterdrückung und Ausbeutung der Frau im besonderen Maß ist real!
Frauen verdienen durchschnittlich 21% weniger als Männer und sind damit konfrontiert, dass sie neben ihrer Lohnarbeit auch häufig noch die Hausarbeit und die Familie am Laufen halten müssen – und das Ganze unentgeltlich.
Vorgegebene gesellschaftliche, religiös und ökonomisch geprägte Rollenbilder erschweren Frauen in allen Ländern ein eigenbestimmtes Leben – oder machen es gar unmöglich. Verhaltens-, Aussehens-, Kleider- und  Gebärvorschriften… es gibt kaum Bereiche, die nicht reglementiert und fremdbestimmt sind. Alltäglicher Sexismus und sexualisierte Gewalt trifft Frauen und Menschen, die sich nicht den gesellschaftlichen Geschlechternormen unterwerfen.

Systematik durchbrechen – Freiheit erkämpfen

Frauen sind dabei noch stärker als Männer von Prekarisierung, Armut und/oder körperlicher bzw. sexueller Gewalt durch Kriege oder Krisen betroffen.

Die Unterdrückung der Frau und aller, die nicht in die gesellschaftlich akzeptierten Geschlechternormen passen, ist Teil der herrschenden Verhältnisse. Die Krise des Systems und mit ihr die verschärfte Ausbeutung macht, trotz aller erkämpften oder ökonomisch bedingten Zugeständnisse, deutlich, dass eine wirkliche Gleichheit der Geschlechter nicht im Sinne des Systems ist. Durch die erschaffene Ungleichheit werden Spaltungslinien geschaffen, die verhindern, dass gemeinsame Interessen erkannt werden und wir über Geschlechter hinweg für die Gleichberechtigung der Frau und eine befreite Gesellschaft kämpfen.

Das Problem an der Wurzel packen

Gründe gegen diese Verhältnisse zu kämpfen gibt es also mehr als genug. Uns kann es dabei aber nicht um eine bloße Gleichstellung gehen, sondern uns muss es darum gehen die Befreiung der Frau in einen gesamtgesellschaftlichen Kampf um Befreiung mit einzubetten. Es muss uns auch darum gehen diesen Kampf eigenständig zu organisieren, da auch mit dem Ende des Kapitalismus das Ende der Unterdrückung der Frau noch nicht erreicht sein wird. Es bedarf eines langen Kampfes, dem wir uns bereits jetzt und hier annehmen müssen, der nur erfolgreich sein kann, wenn wir uns zusammenschließen und gemeinsam dafür kämpfen.

Um diese Perspektive einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung für alle Menschen unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung praktisch werden zu lassen gehen wir, so wie Menschen überall auf der Welt, am 1. Mai auf die Straße.
Von Beginn an ist der 1. Mai unser Tag und ein Symbol dafür, was wir, wenn wir gemeinsam für unsere Interessen kämpfen, erreichen können. Damals wie heute gehen wir am 1. Mai auf die Straße um für eine Verbesserung und für eine befreite Gesellschaft zu kämpfen. Dies erreichen wir nur, wenn wir gemeinsam für unsere Interessen eintreten. Dabei liegt es an jedem und jeder Einzelnen gegen die Verhältnisse aufzustehen und für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung einzustehen.

Heraus zum revolutionären 1. Mai!