Kapitalismus heißt … Überwachung, Verfolgung und Knast

aufkleber_webAuch wenn das Thema Knast für die meisten weit weg zu sein scheint: Jedes Jahr werden Tausende von Menschen angeklagt und Hunderte zu Bußgeldzahlungen, Sozialstunden oder zu Haftstrafen verurteilt. Knapp 65000 Menschen sind in der BRD hinter Gittern weggesperrt. Die Vorwürfe sind breit gefächert, die meisten jedoch sitzen wegen Diebstahl, Drogen oder Schwarzfahren. Einige sind aber auch für ihren Kampf gegen Rassismus, Faschismus und für eine befreite Gesellschaft in den Knästen der BRD weggesperrt.

Politische Gefangene? Hier doch nicht…

Politische Gefangene werden von den meisten eher in den 70ern vermutet, als heute. Doch nach wie vor sind politische AktivistInnen mit Repression (staatliche Verfolgung) konfrontiert.
Sei es in Form von Überwachung, Strafbefehlen, Geldstrafen, aber auch durch Gerichtsprozesse und Verurteilungen z.B. wegen Protesten gegen rechte Hetze, wie beispielsweise gegen die „Demo für Alle“, bei der dutzende Menschen verletzt wurden, weil sie sich einer rückwärtsgewandten Politik in den Weg gestellt haben. Im Fokus stehen vor allem migrantische Linke, denen Terrorismus vorgeworfen wird, weil sie sich gegen Rassismus, Faschismus und Unterdrückung gewehrt haben und dafür jahrelang ins Gefängnis müssen.
Dass Widerstand legitim und notwendig ist beweisen sich die Verhältnisse jeden Tags aufs Neue: Sie produzieren Armut, Krieg und Entfremdung durch die Unterdrückung und Ausbeutung eines Großteils der Bevölkerung. Wer sich gegen diese Verhältnisse auflehnt und für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung kämpft wird mit Repression konfrontiert. Denn Repression ist eine logische Konsequenz des Systems zur Aufrechterhaltung der genannten Unterdrückungsverhältnisse.

Das Problem an der Wurzel packen

Wollen wir der Repression etwas entgegensetzen, so kann es neben der Solidarität mit denjenigen, die mit Repression konfrontiert sind, nur der Kampf gegen die ausbeuterischen und unterdrückerischen Verhältnisse sein, in denen wir leben und ihr eine Perspektive einer befreiten Gesellschaft entgegensetzen.

Um die Perspektive einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung praktisch werden zu lassen gehen wir, so wie Menschen überall auf der Welt, am 1. Mai auf die Straße.

Von Beginn an ist der 1. Mai unser Tag und ein Symbol dafür, was wir, wenn wir gemeinsam für unsere Interessen kämpfen, erreichen können. Damals wie heute gehen wir am 1. Mai auf die Straße um für eine Verbesserung und für eine befreite Gesellschaft zu kämpfen. Dies erreichen wir nur, wenn wir gemeinsam für unsere Interessen eintreten. Dabei liegt es an jedem und jeder Einzelnen gegen die Verhältnisse aufzustehen und für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung einzustehen.

Heraus zum revolutionären 1. Mai!